SPD verabschiedet 10-Punkte-Programm für die Zulunft Haimhausens
Mit einem eigenen Kommunalwahlprogramm tritt die SPD Haimhausen zur Kommunalwahl im März 2026 an. In zehn Punkten stellen wir unsere Ideen für unsere Gemeinde vor:

90 Jahre SPD in Haimhausen
Im Jahr 1928 gründete eine Handvoll Sozialdemokraten den SPD-Ortsverein Haimhausen. Es war die zweite Ortsgruppe der SPD im Kreis Dachau, nach der Gründung der SPD in der Kreisstadt. In politisch unruhigen Zeiten mit hoher Arbeitslosigkeit ging es den fünf Männern aus dem Gründerkreis vor allem um gute Arbeitsplätze, gesundes Wohnen, gerechte soziale Versorgung und dauerhaften Frieden.
Diese Themen sind noch immer aktuell. Auch heute im Zeitalter der Globalisierung geht es um sichere Arbeitsplätze, vernünftige Löhne, gerechte Rente, funktionierende Krankenversicherung und die Erhaltung des Friedens. Das Recht auf menschenwürdiges Wohnen ist noch immer nicht selbstverständlich und der Frieden ist immer in Gefahr.
Unsere Aufgaben sind aber noch größer und unsere Themen noch umfangreicher geworden. Die Gleichstellung von Frau und Mann, ein nachhaltiger Umgang mit unserer Umwelt, eine Weltwirtschaftsordnung, die Armut und Flucht unnötig machen – das alles sind Aufgaben, denen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sich heute stellen.
Der Grat zwischen sozialer Gerechtigkeit und internationaler Wettbewerbsfähigkeit ist schmal. Es ist wichtig, dass wir uns gemeinsam gegen diejenigen wehren, die sich auf Kosten der Arbeitnehmer bereichern wollen. Dass wir uns gegen diejenigen wehren, die sozial Benachteiligte gegeneinander ausspielen wollen. Dass wir uns wehren gegen das Wiedererstarken autoritärer und faschistischer Tendenzen.
Für eine gute Arbeit, für gutes Wohnen, für ein gutes Leben für alle – dafür arbeiten wir in der SPD. In Haimhausen, in Bayern, in Deutschland.
Die SPD: Zukunft aus Tradition
Soll man heute noch Sozialdemokrat sein? Aktiv in einer Partei mitarbeiten? Abends im Hinterzimmer über Politik reden? Wo man doch überall lesen kann, dass Politiker korrupt sind. Und nur auf ihre Karriere aus. Und ändern kann man auch nichts. Doch man kann! Man muss sogar!
Als August Bebel 1869 vom Frauenwahlrecht, vom 8-Stunden-Tag und von dem Verbot der Kinderarbeit sprach, wurde er von vielen verlacht. Es war eine Vision und eine konkrete Utopie. Als Willy Brandt 1961 vom „blauen Himmel über der Ruhr“ sprach, wurde er belächelt und als Träumer und Utopist diffamiert.
Was damals Visionen waren, ist heute Realität. Wir müssen über die Realität hinaus denken, um sie zu verändern. Visionen waren und sind Antriebskraft, um langfristige Ziele zu formulieren. Die SPD braucht und hat Visionen und Zukunftsvorstellungen: eine Welt frei von Ausbeutung, Unterdrückung, Hunger und Krieg.
Die SPD ist eine Partei zum Mitmachen
Parteien sind nur eine Art Politik zu betreiben. Es gibt doch auch Bürgerinitiativen. Oder Attac. Oder Demonstrationen: Gegen Rechts! Gegen Sozialabbau! Gegen Aufrüstung! Und trotzdem braucht es Parteien. Und trotzdem braucht es die SPD.
Große politische Entscheidungen werden und wurden im Parlament getroffen: vom Paragraph 218 bis zur Entscheidung nicht in den Irak-Krieg zu ziehen. Immer wurden diese Entscheidungen auf der Straße vorbereitet. Aber ohne jene, die die Meinung des Volkes in Gesetze einbringen, wäre die Meinungsbildung in Bürgerinitiativen, Gewerkschaften und gesellschaftlichen Bewegungen versandet. Die Parteien sind die Fortsetzung der Bürgerbewegungen mit anderen Mitteln.
Die Mitarbeit in politischen Parteien ist nicht immer lustig. Natürlich gibt es Karrieristen und Konkurrenz unter den Parteipolitikern: ganz oben auf Bundesebene und ganz unten in den Gemeinden. In allen Parteien. Und natürlich gibt es fade Abstimmungen und Bürokratien.
Aber es gibt auch interessante Gespräche mit netten Menschen, anregende Diskussionen und überraschende Meinungen. Nirgendwo kann man mehr Toleranz üben und erleben, als in der SPD. Und wem diese alte Tante SPD zu langweilig ist, der kann sie ändern. Es gibt den Ortsverein der SPD mit Frauen und Männern jeden Alters. In Haimhausen arbeitet der Ortsverein stark an der Kommunalpolitik mit, diskutiert aber auch die „großen“ politischen Themen. Es gibt aber auch die Jusos im Landkreis Dachau. Oder die Arbeitsgemeinschaft 60plus.
Um in der SPD mitzuarbeiten muss man noch nicht einmal gleich Mitglied in der Partei werden. Auf kommunaler Ebene arbeiten auch Nicht-Mitglieder mit. Sie können sogar Mitglied der SPD-Gemeinderatsfraktion werden.
Jeder, der die Grundwerte der SPD anerkennt, kann auch erst einmal Gastmitglied werden. Gastmitglieder haben das Recht, an Mitgliederversammlungen teilzunehmen, Sie haben dort Rede-, Antrags- und Personalvorschlagsrecht. Die Gastmitgliedschaft gilt für ein Jahr und kostet nur 2,50 € pro Monat.
Das ist kein hoher Einsatz, für das Recht aktiv an unserer Demokratie mitzuwirken! In der Gemeinde und im ganzen Land. Für Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden!













