Bayern-SPD für wohnortnahe Gemeinschaftsschulen statt Mittelschulen

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Die SPD hat es sich nicht leicht gemacht zu einer einheitlichen Meinungsbildung im aktuellen bayerischen Schulstreit zu kommen (siehe auch hier): Für oder gegen die Mittelschule als Teilnachfolgerin der alten Hauptschule?

Gemeinschaftsschulen statt Mittelschulen

Auf dem sogenannten “Kleinen Parteitag” am 8. Mai beschlossen die bayerischen Genossen ein Plädoyer für Gemeinschaftsschulen statt Mittelschulen. Generalsekretärin Natascha Kohnen: “Mit dem Konzept der Gemeinschaftsschule erhalten wir die wohnortnahe Schule und bieten ein Gegenkonzept zum trügerischen Mittelschulkonzept der Staatsregierung. Die Staatsregierung trägt die Verantwortung für das Schulsterben im ländlichen Raum. Sie schiebt den Kommunen den schwarzen Peter zu, indem sie ihnen die Entscheidung darüber auferlegt, welche Schule erhalten bleibt und welche geschlossen wird. Auf diese Weise versucht sie, sich aus ihrer Verantwortung für das Schulsterben im ländlichen Raum zu stehlen. Die Zukunft der schulischen Bildung liegt in der Gemeinschaftsschule. Sie beinhaltet gemeinsames Lernen von der ersten bis zur zehnten Klasse – in jahrgangs- und klassenübergreifenden Lerngruppen. Eine zusätzliche dreijährige Oberstufe führt weiterhin zur Hochschulreife.”

Die Kernbotschaften des Leitantrages:

  • Kostenfreiheit: Wir sorgen für kostenfreie Bildung. Alle Menschen in Bayern sollen freien Zugang zu Bildung haben.
  • Inklusion: Wir sorgen für eine inklusive Bildung und werden die Forderungen der UN-Menschenrechtskonvention umsetzen. Alle Menschen werden darin entsprechend ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten einbezogen.
  • Neues Lehren und neues Lernen: Lehren und Lernen orientiert sich an der individuellen Entwicklung und Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.
  • Gemeinschaftsschule: Wir erhalten wohnortnahe Schulen durch eine Gemeinschaftsschule, die jahrgangs- und klassenübergreifend in heterogenen Lerngruppen jeden einzelnen Schüler individuell fördert. Kein Schüler und keine Schülerin verlässt die Schule ohne Abschluss.
  • Lebenslanges Lernen: Wir sorgen für ein ganzheitliches Bildungswesen, in dem lebenslanges Lernen Wirklichkeit wird. Alle Menschen sollen zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit zu Bildung und Weiterbildung erhalten – unabhängig vom Alter.
  • Frühkindliche Bildung: Wir sorgen für eine frühkindliche Bildung, um allen Kindern unabhängig vom Geldbeutel der Eltern bestmögliche Entwicklungs-, Bildungs- und Lebenschancen für alle Kinder zu eröffnen. Dazu gehört neben einer konsequenten Sprachförderung die individuelle Förderung der Kinder von Anfang an.
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