Geschenkeaktion der Judo-Abteilung des SV Haimhausen

,

Die Judoabteilung des SV Haimhausen veranstaltet zum 25-jährigen Jubiläum des Judosports in Haimhausen für den 14. Juli einen Geschenkebazar. Dazu laden die Judoka auch umweltbewusste Organisationen und Parteien ein. Wir finden, das ist eine tolle Aktion und zitieren aus dem Flyer des SV Haimhausen:

„Wir alle haben Wertsachen, die nicht mehr gebraucht werden, welche anderen Menschen aber Freude machen würden.
Schenken wir uns mehr Wohn- oder Stauraum und den Anderen nützliche Dinge!

Insbesondere rufen wir auch alle Organisationen, Gruppierungen und politischen Parteien, die sich Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Vermeidung von Verschwendung auf die Fahnen schreiben, zur aktiven Teilnahme und Sachspendenabgabe auf.

Über Spenden, z. B. auf das Judokonto des SV Haimhausen mit der IBAN DE63 7009 1500 0201 8005 07, würden wir uns natürlich freuen.

Machen Sie als Schenker und/oder Beschenkte mit!“

Kontakt: herbert.gross@svhaimhausen.de, Tel. 0170/3024552

Judo in Haimhausen

Auf zum großen Europafest am 11. Mai ab 12:00 Uhr in Dachau

, ,
Europa sind wir Dachau

Am Samstag, den 11. Mai feiern wir unser Europafest im Fondi-Park am Ernst-Reuter-Platz in Dachau Ost. Beginn 12:00 Uhr. Ende: 18:00 Uhr. Es treten zahlreiche Musik- und Tanzgruppen aus dem Dachauer und Münchner Umland auf. Es gibt Brotzeit, Bier und Politik. Die Initiative ging von der SPD aus, mitorganisiert haben auch die Grünen und die Linken. Europa ist grenzenlos. Manchmal auch die Politik 

Europafest Dachau

Das Europafest Dachau – vorläufiges Programm

Übrigens gibt es zum Fest auch einen eigenen Facebook-Auftritt: Europafest in Dachau. Dort berichten wir laufend aktuell über das Programm und unsere Gäste.

Europa sind wir! Die SPD Haimhausen auf dem Europa-Fest in Dachau

,
Europa sind wir Dachau

Am 26. Mai 2019 findet die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Aus diesem Anlass haben sich Vereine, Parteien und Bürgerinnen und Bürger aus dem Dachauer Land zur überparteilichen Initiative „Europa sind wir!“ zusammengetan. Im Rahmen eines überparteilichen Europa-Fests wollen sie die Errungenschaften der Europäischen Union feiern und gemeinsam ein starkes Zeichen gegen rechtspopulistische europafeindliche Kräfte setzen. Die SPD Haimhausen ist Teil dieser Initiative.

Das Europa-Fest

Am 11. Mai 2019 wird in Dachau ein großes Europa-Fest für alle Bürgerinnen und Bürger stattfinden. Geplant ist eine Bühne, auf der zwischen 12:00 Uhr und 18:00 Uhr internationale und deutsche Musik- und Tanzgruppen auftreten. Vertreter verschiedener demokratischer Organisationen und Bürgerinnen und Bürger werden kurz über ihre Erfahrungen mit Europa und der kulturellen Vielfalt in unserem Land berichten.

Aktuelle Informationen gibt es auf Facebook: https://www.facebook.com/europasindwirdachau/

Das Europa-Fest „Europa sind wir!“ findet am 11. Mai 2019 zwischen 12:00 Uhr und 18:00 Uhr im Fondi-Park am Ernst-Reuter-Platz in Dachau-Ost statt. Bei schlechtem Wetter findet das Fest eine Woche später am 18. Mai statt.
Auch ein kleines Kinderprogramm und Infostände sind in Vorbereitung. Für das leibliche Wohl sorgen die Gaststätte Brunnenwirt und Imbissstände der Initiatoren und Unterstützer. So wird es neben bayerischen Gerichten auch belgische Waffeln und türkische Spezialitäten vom Grill geben.

Europafest Dachau

Das Europafest Dachau – vorläufiges Programm

Die Initiatoren

Die Aktion „Europa sind wir“ wurde von den Kreisverbänden der SPD, der Grünen und der LINKEN initiiert. Die Initiatoren haben sich in einem gemeinsamen Memorandum für die Stärkung und den weiteren Ausbau eines demokratischen, sozialen und ökologischen Europas ausgesprochen.

Die Unterstützer

Neben den Initiatoren unterstützen zahlreiche weitere Parteien, Vereine und demokratische Gruppierungen und Initiativen das Europa-Fest, in dem sie sich aktiv mit Musik- und Tanzdarbietungen, mit kulinarischen Angeboten oder mit Info-Ständen beteiligen.

Fahrdienst der SPD Haimhausen

Die SPD Haimhausen richtet einen Fahrdienst von Haimhausen zum Europafest und zurück ein. Interessenten, die eine Mitfahrgelegenheit suchen, wenden sich bitte an Andrea Fuchs 0171 2468373.

Ämterrochade bei der SPD Haimhausen

, ,
Marcel Enzweiler

Die SPD Haimhausen hat heute einen neuen Vorsitzenden gewählt. Künftig führt der 54jährige Bauingenieur Marcel Enzweiler den Ortsverein an. Er tritt die Nachfolge von Michael Kausch (59) an, der nach vier Jahren an der Spitze der Haimhausener SPD auf eine erneute Kandidatur verzichtet hat und nun neben Andrea Fuchs (44) als Stellvertreter Enzweilers agiert. Während Enzweiler und Kausch die Rollen gewechselt haben ist Andrea Fuchs neu im Vorstand.

„Das ist zwar nun noch kein wirklicher Generationenwechsel, aber vor allem mit Andrea Fuchs verjüngt sich der Vorstand der SPD in Haimhausen doch schon um ein paar Jahre“, erläutert der scheidende Vorsitzende Kausch die Wahl. Gleichzeitig wurde der Vorstand um zwei neue Positionen erweitert: Birgit Herbert-Ljustina und Hans Eichstetter füllen die neu geschaffenen Positionen als Beisitzer aus. Die langjährige Gemeinderätin Ingrid Waizmann gehört als Schriftführerin dem Vorstand an, Gemeinderat Ludwig Meier wurde als Kassier bestätigt.

SPD Vorstand Haimhausen 2019

Hubert Böck mit dem Vorstand der SPD Haimhausen. Von links: Ludwig Meier, Marcel Enzweiler, Ingrid Waizmann, Hubert Böck, Andrea Fuchs, Hans Eichstetter, Michael Kausch

Als Delegierte im Unterbezirk der Landkreis-SPD wird Haimhausens SPD künftig von Marcel Enzweiler, Michael Kausch und Ingrid Waizmann vertreten. Ersatzdelegierte sind Beate Enzweiler, Andrea Fuchs und Hans Eichstetter. Auf die Delegiertenkonferenz zur Aufstellung der Bezirkstagskandidaten entsendet der Ortsverein Beate Enzweiler, Marcel Enzweiler und Michael Kausch. Ersatzdelegierte sind Ingrid Waizmann, Ludwig Meier und Hans Eichstetter.

Weiterlesen

SPD und GRÜNE wollen mehr Platz für Fußgänger an der Hauptstraße

,
fussgaenger

Die Gemeinderatsmitglieder von SPD und Bündis 90/Die Grünen bringen diese Woche einen gemeinsamen Antrag im Gemeinderat Haimhausen ein. Dabei geht es darum, dass für Fußgänger mehr Platz an der Hauptstraße entsteht. Im Bereich des neuen Mehrzweckgebäudes sind Parkplätze geplant, die dort den Platz für Fußgänger weiter einengen würden.

Der Antrag im Wortlaut:

„Der Gemeinderat möge auf den Verwaltungsrat des KU Liegenschaften einwirken, dass auf den Bau der 5 Parkplätze, die östlich zwischen Mehrzweckgebäude und Hauptstrasse liegen, verzichtet wird. Sie können lt. Stellplatzsatzung abgelöst werden. Die beiden geplanten Bäume sollen in eine Begrünung entlang des
Gebäudes integriert werden.

Begründung

Momentan sind zwischen Mehrzweckgebäude und Hauptstrasse 5 Parkplätze vorgesehen. Diese können nur in einer Breite von 2,00m ausgeführte werden, damit der Gehweg zum Schutz der Fußgänger aus ausreichende Breite von mind. 1,70m behält. Die geringe Breite der Parkplätze wird verkehrstechnisch zu einer angespannten und unsicheren Situation sowohl für den fließenden Verkehr als auch für die Fußgänger führen. Ein Grünstreifen entlang der Ostseite des Gebäudes wird das Haus optisch sehr freundlich gestalten.“


Bild © bernardojbp @ stock.adobe.com

Die SPD Haimhausen trauert um Heribert Widmann.

, , ,
heribert widmann spd

Heribert Widmann konnte vor wenigen Tagen ein Jubiläum feiern, das nur wenigen vergönnt ist: am Neujahrstag 2019 konnte er auf 50 Jahre Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zurückblicken. Willy Brandt war noch Außenminister der großen Koalition in Bonn, als Heribert Widmann am 1. Januar 1969 in die SPD eintrat. Die Partei stand in jenen Jahren für Fortschritt, aktive Friedenspolitik und soziale Gerechtigkeit. Nach den Studentenunruhen der Jahre 1967 und 1968 traten immer mehr junge Menschen aus allen Schichten – nicht nur Studenten, sondern auch junge Arbeitnehmer*innen – in die SPD ein. Sie wollten den Muff der Adenauer-Ära endgültig hinter sich lassen. Unter ihnen war der junge 20jähriger Heribert Widmann.

Ein halbes Jahrhundert hat er die Entwicklung der SPD mitgestaltet. Er „diente“ ihr rund 30 Jahre als Kassier des SPD Ortsvereins Haimhausen und als langjähriges Vorstandsmitglied. Über drei Jahrzehnte, von 1978 bis 2008 vertrat er als SPD-Gemeinderat die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Haimhausen. 18 Jahre wirkte er als Sozialreferent. Er engagierte sich in zahlreichen Vereinen und Organisationen. Die von ihm organisierten Schafkopfturniere für die Fußballer im SV Haimhausen und im Verein Miteinander-Füreinander waren berühmt und beliebt.

Sein Platz war bei den Schafkopferten, nicht bei den Großkopferten

Dabei engagierte sich Heribert stets in erster Linie für die sozial Benachteiligten, für jene, die weniger Glück im Leben hatten und auf Hilfe angewiesen waren. Der stets bescheiden auftretende Heribert Widmann fühlte sich bei den „Schafkopferten“ wohler, als bei den „Großkopferten“. Sein großes soziales Engagement rührte aus zwei gleichberechtigten Quellen: aus seiner Tradition als Sozialdemokrat und aus seiner christlichen Überzeugung. So war Heribert als Mitglied der Kirchenverwaltung St. Nikolaus in seiner Gemeinde aktiv und mehr als 40 Jahre in der Katholischen Arbeitnehmerbewegung KAB.

Den Menschen in Haimhausen war er vor allem auch als langjähriger Leiter der örtlichen – inzwischen aufgelösten – Poststelle vertraut. Ein Postler mit sozialem Gewissen, ein bayerischer katholischer Sozialdemokrat alter Schule, ein Vorbild für uns alle – so wird er uns Sozialdemokrat*innen, aber auch allen Menschen in Haimhausen, die ihn schätzten, in Erinnerung bleiben.

Vor wenigen Tagen konnten wir noch seinen 70igsten Geburtstag feiern. Nun ist Heribert Widmann nach langer Krankheit und trotzdem für uns alle unerwartet am Dienstag, den 22. Januar 2019 verstorben. Die Trauerfeier findet am Freitag, den 1. Februar um 10 Uhr in der Inhauser Kirche statt, die Urnenbeisetzung anschließend auf dem Haimhauser Friedhof. Wir verneigen uns vor Heribert in großer Dankbarkeit und Trauer.

Haimhausens SPD-Urgestein Heribert Widmann feierte seinen 70igsten Geburtstag

, ,

Ausgerechnet am 14. Oktober, dem Tag der Landtagswahl, feierte der langjährige SPD-Gemeinderat Heribert Widmann aus Haimhausen seinen 70igsten Geburtstag. Fast fünfzig Jahre ist er aktives Mitglied der SPD, dreißig Jahre vertrat er die Sozialdemokraten im Gemeinderat Haimhausen.

Heribert Widmann

Der Vorsitzende der SPD Haimhausen Michael Kausch gratulierte dem langjährigen SPD-Gemeinderat und SPD-Vorstandsmitglied Heribert Widmann (rechts) zum 70igsten Geburtstag.

Zu seinem runden Geburtstag gratulierten zahlreiche Vertreter aus den örtlichen Vereinen und Parteien, so auch der Vorsitzende der Haimhausener SPD Michael Kausch: „Heribert Widmann ist ein Urgestein der Sozialdemokratie, fest verankert im Gemeindeleben, beliebt und geschätzt weit über die Grenzen der SPD hinaus. Menschen wie Heribert machen diese Partei aus und trösten über so manche schwierige Zeit hinweg. Er ist ein Vorbild dafür, dass ein waschechter Sozi der SPD auch nach Wahlniederlagen die Treue hält.“ Er wünschte Heribert Widmann noch viele gesunde Jahre „in denen es ganz sicher auch mal wieder für die SPD etwas zu feiern geben wird“.


© Beitragsbild magele_picture  @ stock.adobe.com

Thesen zu einer Erneuerung der Sozialdemokratie nach der Bayerischen Landtagswahl 2018

, ,

Unser Land braucht eine starke sozialdemokratische Alternative. Das Ergebnis der bayerischen Landtagswahl 2018 muss für die SPD ein Signal zum Umbruch sein. Bayern und Deutschland braucht eine starke Sozialdemokratie, damit soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Mitbestimmung in allen Teilen von Gesellschaft und Wirtschaft eine Zukunft haben.

11 Gründe, warum eine starke SPD für Bayern und Deutschland wichtig ist

Soziale Ungleichheit gefährdet die Stabilität der Gesellschaft und damit auch den Wohlstand und die Sicherheit der Wohlhabenden.

1. Die soziale Ungleichheit in Deutschland nimmt weiter zu: Inzwischen besitzt das reichste Prozent der Bevölkerung ebenso viel, wie die ärmsten 88 Prozent. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung verfügt nur noch über 2,4% des Gesamtreichtums. Noch in den 1960er Jahren war es etwa ein Drittel. (Quelle: Oxfam Deutschland). Lag das Lohnverhältnis Manager:Arbeiter in Deutschland 1987 noch bei 14:1, so lag es 2006 schon bei 44:1 (Quelle OECD).

2. Seit 2004 wachsen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen in Deutschland erheblich schneller, als die Arbeitnehmerentgelte.

3. Die Armut nimmt zu: In Deutschland lebt mittlerweile jedes fünfte Kind in Armut, und etwa jedes achte Kind wächst sogar dauerhaft in prekären Verhältnissen auf. Die Wohnungslosigkeit nähert sich der Millionengrenze. Jeder zwanzigste Erwachsene arbeitet in mehreren Jobs, um über die Runden zu kommen. (Quelle: Oxfam Deutschland)

4. Die Altersarmut nimmt zu. Von Altersarmut ist in Deutschland nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes rund jeder Siebte der über 65-Jährigen betroffen. In Deutschland müssen knapp 50%, also mehr als 8 Millionen Menschen und somit fast jeder zweite Rentner, mit weniger als 800 Euro pro Monat auskommen. Ein Drittel davon sind Männer und rund zwei Drittel sind Frauen. Dass die Altersarmut in Folge von Arbeitslosigkeit und wachsendem Niedriglohnsektor in den kommenden Jahren zunehmen wird, ist sicher.

5. Die Wohnungsnot nimmt massiv zu. Mieten steigen – nicht nur in den Ballungsgebieten – weit schneller, als andere Lebenshaltungskosten. Wohnbesitz ist für die Großstädte keine Alternative: In München zum Beispiel sind die Grundstückspreise für Mehrfamilienhäuser allein im Jahr 2016 um 31 Prozent angestiegen. Von Instrumenten wie dem Baukindergeld profitieren die Ärmsten in diesen Regionen nicht.

6. Die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren um 43% gestiegen: Die Zahl der Leiharbeitsplätze liegt heute bei mehr einer Million. Allein vom Juli 2016 bis zum Juli 2017 stieg diese Zahl um 4%. (Quelle Bundesanstalt für Arbeit)

7. Immer mehr Arbeitsplätze fallen aus der Tarifbindung. In Bayern werden nur noch 53% aller Beschäftigten durch einen Tarifvertrag geschützt. Damit ist der Freistaat das Schlusslicht unter den westdeutschen Bundesländern.

8. Die Arbeitszufriedenheit nimmt ab: bei 78% der Arbeitnehmer hat die Arbeitsintensität in den letzten Jahren zugenommen. Im Durchschnitt aller Branchen berichten 56% der Betriebsräte, dass die Arbeitszufriedenheit gleichzeitig gesunken ist. (Quelle WSI). Die Ursachen: Fachkräftemangel, Zeitdruck, wachsender psychischer Druck.

9. Frauen sind noch immer besonders benachteiligt: bei den Gehältern, wie bei der sozialen Absicherung.

10. Unser Bildungssystem ist noch immer zu wenig durchlässig und verfestigt tendenziell soziale Ungleichheit. Kinder aus ungünstigen sozialen Schichten, die es am dringendsten brauchen, bekommen in Deutschland am wenigsten frühkindliche Bildung. Migranten in erster und zweiter Generation erreichen seltener einen höheren Bildungsabschluss als andere (Quelle OECD).

11. Mit dem Zuzug von Kriegsflüchtlingen und anderen Asylsuchenden entstehen bei nachlassendem Integrationswillen unserer Gesellschaft neue Gruppen sozial Benachteiligter. Auch der Lohndruck in prekären Arbeitsverhältnissen droht zuzunehmen.

Die sozialen Konflikte haben in Deutschland nicht erst mit der Zuwanderung von Kriegsflüchtlingen und anderer Asylsuchender zugenommen. Eine gerechte Sozialpolitik darf nicht bei den Schwächsten unserer Gesellschaft ansetzen. Vielmehr muss eine solidarische Politik alle in Deutschland Lebenden umfassen. Eine gerechte Sozialpolitik hat nichts zu tun mit der Diskussion um „offene Grenzen“ – diese können durchaus kontrovers diskutiert werden – und schon gar nichts mit der Ausgrenzung ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Eine Fokussierung auf eine gerechte Sozial- und Wirtschaftspolitik muss der Kern sozialdemokratischer Politik sein. Dieser Kern muss um eine moderne Technologie-, Umwelt- und Gesellschaftspolitik ergänzt werden.

Hinweise zur Landtagswahl 2018

Das Wahlergebnis war nicht nur in Bezug auf die dramatischen Stimmenverluste für die SPD im Ganzen überraschend. Auch die Struktur der Stimmenverluste waren so kaum vorausgesehen:

1. Wir haben weniger als befürchtet an die AfD verloren.

2. Wir haben – wenig überraschend – erheblich an die Grünen verloren.

3. Wir haben – überraschend – viele Stimmen an CSU und Freie Wähler verloren.

Ein Blick auf die Wählerwanderung (Quelle: infratest dimap, zitiert nach Zeit online):

Die SPD verliert massiv an Grün und Schwarz

Die SPD hat im Saldo (Gewinne abzüglich Verluste) 200.000 Wähler/innen an die Grünen verloren, aber auch 100.000 Wähler an die CSU und 70.000 Wähler/innen an die Freien Wähler.

Der Verlust an die Grünen überrascht kaum, angesichts dessen, dass die SPD argumentativ an die GroKo gefesselt ist und mit der Regierungsarbeit in Berlin identifiziert wird:

  • Der Streit zwischen CDU und CSU beschädigt das Image der ganzen GroKo, auch der SPD. Das Stillhalten in den Konflikten zwischen Merkel und Seehofer hat der SPD nicht geholfen.
  • Die zahlreichen Fehler der SPD kurz vor der Landtagswahl (z.B. Stellungnahme zum Dieselskandal, Position zur Versetzung des Verfassungsschutzpräsidenten Maaßen) haben das Image der SPD schwer beschädigt.
  • Die Erfolge der SPD in der GroKo wurden schlecht kommuniziert.
  • Die Erfolge der GroKo in Bezug auf Umverteilung und soziale Gerechtigkeit sind nicht ausreichend, um das Image der SPD als Partei der sozialen Gerechtigkeit zu stärken.

Demgegenüber konnten und können sich die Grünen als starke Opposition erfolgreich positionieren.

Dass wir auch massiv an die CSU und die Freien Wähler Stimmen abgegeben haben, liegt am schwachen Profil der SPD. Unsere Kernbotschaften sind nicht nur nicht durchgedrungen, sie haben weitgehend gefehlt. Es mangelt der SPD an einer Konzentration auf ein zentrales Thema.

Die SPD verliert überproportional an Nichtwähler

Ein Hinweis auf die Unzufriedenheit vieler Wähler/innen mit der SPD ist auch, dass die SPD 3% an die Gruppe der Nichtwähler verloren hat. Die entsprechenden Verluste für die CSU lagen nur bei 2%, für die Grünen bei 0%. Dass der Anteil bei der SPD nicht noch höher ist, verdankt sich dem Umstand, dass sich Protestwähler/inne/n zahlreiche Alternativen angeboten haben. So verlor die SPD

  • 2% ihrer Wähler/innen an die AfD
  • 7% an Splitterparteien mit einem Stimmenanteil von weniger als 5%

Die CSU verlor 6% ihrer Wähler an die AfD, aber nur 2% an Splitterparteien.

Die SPD kann kaum Zugezogene für sich gewinnen

Von allen neu Zugezogenen wählten nur 4% die SPD, aber 19% die Grünen:

Die SPD kann kaum Erstwähler für sich gewinnen

Von allen Erstwählern wählten nur 5% die SPD, aber 17% die Grünen:

Die schwache Position bei den Jugendlichen wird gestützt durch das Abschneiden bei den zeitgleich durchgeführten „Jugendwahlen“ in Bayern:

Die Wähler/innen der SPD sterben aus

Die Wählerschaft der SPD ist ähnlich überaltert, wie die Wählerschaft der CSU. SPD und CSU haben jeweils 8% ihrer Wähler/innen durch Tod verloren, die Grünen nur 4%.

Konsequenzen für die SPD

1. Die SPD muss sich als Partei der sozialen Gerechtigkeit neu profilieren. Dies ist die Kernkompetenz der SPD – verbunden mit einer nachhaltigen Umwelt- und einer modernen und emanzipatorischen Gesellschaftspolitik.

2. Dies erfordert eine umfassende Programmarbeit und die Formulierung klarer und zum Teil auch radikaler politischer Ziele:

  • Der soziale Ausgleich erfordert eine weitreichende Umverteilung von Reichtum.
  • Die Verbesserung der Arbeitsverhältnisse erfordert neue Anstrengungen in der Arbeitnehmermitbestimmung.
  • Die Wohnungsnot wird nicht ohne grundlegende gesetzliche Reformen (Bodenreform; Eingriffe in das Eigentumsrecht) bekämpft werden können.
  • Die Gesundheitsreform muss tiefgreifend sein und darf vor einer Neugestaltung des Versicherungssystems nicht Halt machen.
  • Die Rentenreform muss die Lebensqualität der älteren Mitbürger/innen nachhaltig sichern.

3. Wir brauchen eine neue visionäre und realistische Reformoffensive – wie in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Soziale Gerechtigkeit ist ein Wert an sich und eine Voraussetzung für eine friedliche Entwicklung der Gesellschaft und eine erfolgreiche Bekämpfung von Rechtspopulismus und Neofaschismus.

4. Eine solche Politik ist keine traditionalistische Klassenkampffolklore. Für eine solche Politik können neben den sozial benachteiligten auch junge Menschen und intelligente Aufsteiger gewonnen werden.

5. Eine moderne Sozialdemokratie kann und muss gemeinsam mit liberalen Ökologen und modernen Konservativen gesellschaftliche Mehrheiten erringen.

6. Eine solche Reformpolitik setzt das Vertrauen in die Reformwilligkeit und -fähigkeit der Sozialdemokratie voraus.

7. In der großen Koalition ist dieses Vertrauensverhältnis nicht zu etablieren.

 

Dieses Diskussionspapier ist eine Momentaufnahme. Strategien und Meinungen entwickeln sich in der Diskussion. So soll  es sein und so ist es gut.


Titelbild unter Verwendung von pics @ stock.adobe.com

Flyer der SPD Haimhausen zur Landtagswahl 2018

, ,
Wählt SPD

Zur Landtagswahl 2018 haben wir die zentralen Positionen der SPD in einer kleinen Broschüre zusammengestellt. Einfach mal anklicken:

 

Diskussionsabend der SPD Haimhausen mit Martin Güll

, , , ,
Martin Güll, SPD

Am Dienstag, den 9. Oktober 2018 kommt MdL Martin Güll ab 19:30 Uhr nach Haimhausen in den Gasthof Post (Haimhausen, Amperpettenbacher Str. 1).

Bei der Landtagswahl am 14. Oktober steht viel auf dem Spiel: Es geht um Toleranz und Humanität – gegen rechte Demagogie und Gewalt. Es geht um eine gerechte Gesellschaft mit Chancengleichheit für alle. Im Zentrum steht dabei für uns Sozialdemokraten einmal mehr die Bildungspolitik. Eine gute Bildung und Ausbildung ist die Grundlage für ein demokratisches Miteinander.
Seit zehn Jahren vertritt der langjährige Schulleiter Martin Güll unseren Wahlkreis im Bayerischen Landtag. Als Vorsitzender des Bildungsausschusses verfügt er wie kein Zweiter über Erfahrung und Kompetenz in der Bildungspolitik.

Martin Güll wird allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort stehen: zu den Herausforderungen in der Bildungspolitik ebenso, wie zu allen anderen aktuellen landespolitischen Fragen.

Vor allem für Erstwähler/innen und Neubürger/innen bietet sich am 9. Oktober 2018 die Chance Martin Güll und die SPD in Haimhausen persönlich kennen zulernen.

Wir freuen uns auf alle interessierten Bürgerinnen und Bürger und auf eine offene und spannende Diskussion.